Wo bitte liegt der Westerwald?
Die fettgedruckte Titelzeile „Wo bitte liegt der Westerwald?“ in der Beilage der Westerwälder Zeitung: „60 Jahre Rheinland-Pfalz“, wurde eigentlich nicht beantwortet. Dies war der Anstoß für die nachfolgende Anregung, mit der die Kreisverwaltung Montabaur eine kostenlose Werbekampagne länderübergreifend starten könnte. 

Immer wieder ist zu hören und zu lesen, dass man zwar das "kalte" Westerwaldlied kennt, aber viele Menschen nicht richtig wissen wo der Westerwald liegt. 
Hinzu kommt, dass wir Wäller unter einem Identitätsdefizit leiden, sonst wären sicher keine „Botschafter des Westerwaldes“ ernannt worden. 
Wir müssen doch dahin kommen, dass man sich stärker zum Westerwald bekennt und möglichst alle Wäller die Botschaft vom schönen, lebens- und erlebenswerten Westerwald in die Welt hinaus tragen. 

Unsere Heimat im Herzen Europas bietet eine hohe Lebensqualität, besitzt eine weitgehend intakte Landschaft mit kulturellen Höhepunkten. Nicht zuletzt wird die Mittelgebirgslandschaft von zwei Autobahnen und der ICE-Verbindung erschlossen. 
Das Kannenbäckerland ist weltbekannt, doch nach einigen Lexika zu urteilen liegt es bei Koblenz – vom Westerwald ist keine Rede. 
Warum reden und schreiben wir nicht vom „Westerwälder Kannenbäckerland?“ 
In einem Schreiben an Landrat Peter Paul Weinert und an die Wirtschaftsförderungsgesellschaft gerichtet, wurde durch den Westerwaldverein Bad Marienberg zusammen mit der Gesellschaft für Heimatkunde folgendes bei Treffen mit Unternehmern, Verwaltungen und Kommunalpolitikern angeregt, nämlich:
1. Beim Neudruck von Rechnungen, Lieferscheinen und bei den Briefköpfen außer der Postleitzahl und dem Ortsnamen als Zusatz das ausgeschriebene Wort „Westerwald“ anzufügen.
2. Damit man auch weiß wo der Westerwald liegt, bietet sich in der Art eines Wasserzeichens die Darstellung der Region Westerwald mit den umgebenden Flüssen und den wichtigsten Städten als Orientierungshilfe auf der Rückseite der Formulare hervorragend an. Das wird den Angesprochenen nur ganz geringe Mehrkosten verursachen. Der Erfolg dürfte nicht ausbleiben.
Landrat Weinert hat sich überaus positiv dazu geäußert und seine Unterstützung zugesagt. Er teilte die Auffassung, dass wir an dieser „Baustelle“ noch kräftig arbeiten müssen, weil zwar der Name „Westerwald“ durchaus bekannt ist, aber in anderen Teilen Deutschlands und Europas kaum jemand eine konkrete Vorstellung davon hat. 
Der offene Brief wurde auch an Rainer Meutsch, einen der Botschafter des Westerwaldes weitergeleitet. Er schrieb dazu: „Auch ich werde diese Informationen gerne in meine Vorträge und Moderationen einbauen. Also machen wir unsere schöne Heimat rundum bekannt!“

In der Zwischenzeit wurde das neue Westerwald-Logo vorgestellt, das aber noch lange nichts über die Lage des Westerwaldes aussagt. Erst eingefügt in die Flussumrahmung Rhein, Sieg und Lahn wird es aussagekräftig und macht mehr Sinn. 


Auf der Karte ist Bad Marienberg als Standort austauschbar, so könnte z.B. auch Montabaur,  Hachenburg oder jeder andere Ort im Westerwald als Firmenstandort markiert sein.

Gesellschaft für Heimatkunde im Westerwald - Verein
letzte Bearbeitung: 22.06.07