Der Römerturm auf dem Pulverberg
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Römerturm (1/54) auf dem PulverbergAuf der markanten Höhe des Pulverberges, der nach Westen hin steil in das Tal des Brexbaches abfällt, bietet der Limesturm (1/54) eine hervorragende Fernsicht, Von daher bot sich dieser Bergsporn als Standort für einen Wachposten schon in römischer Zeit an. Der Steinturm hatte außen 4,60 m lange Seiten und eine Mauerstärke von 0,80 m. die Fundamente waren noch bis zu 80 cm Höhe erhalten. Im Inneren des Turmes lag auf der römischen Oberfläche eine dicke Schicht von verbranntem Lehm, die sicher als Schuttschicht des in den unteren Teil des Turmes hineingefallenen Obergeschosses betrachtet werden kann. 
Dieser Steinturm wurde an der Stelle eines ehemaligen Holzturmes errichtet. Rund um diesen Turm verlief ehemals ein Ringgraben. Die Fundamente dieses Turmes wurden konserviert und blieben erhalten. In etwa zehn Metern Abstand wurde im Jahre 1912 ein Aussichtsturm in der Bauweise der Limeswachposten errichtet.
Der Turm war mit Schieferplatten gedeckt. Das Geschoss darunter war der Aufenthaltsraum, er hatte kleine Fenster. Der Zugang zum Turm erfolgte durch diese mittlere Etage über eine Leiter. Der römische Wachposten 1/54 auf dem Pulverberg gehörte zu den Türmen, die ständig besetzt waren. Die Wachsoldaten verständigten sich untereinander durch Feuersignale oder akustische Zeichen. bei Tage waren es Rauchzeichen, bei Nacht Feuerzeichen von Holzstapeln. 
Mit der Fackel konnten vom Obergeschoss aus Winksignale gegeben werden. Bei schlechten Sichtverhältnissen verständigte man sich durch akustische Signale, z. B. Blasinstrumente. Reste davon (z. B, Mundstücke) sind andernorts Die Wachsoldaten verständigten sich untereinander durch Feuersignale oder akustische Zeichen. bei Tage waren es Rauchzeichen, bei Nacht Feuerzeichen von Holzstapeln.  gefunden worden. Über das Aussehen der Türme sind wir verhältnismäßig gut durch zeitgenössische Abbildungen , z.B. auf der Trajanssäule in Rom und archäologische Befunde unterrichtet. Die Türme bestanden im allgemeinen aus drei Stockwerken. Die unteren beiden waren mit Steinmauern errichtet, das obere häufig in Fachwerk- und Balkenkonstruktion ausgeführt. Hier hatten die Türme einen umwehrten hölzernen Umgang. Die Fenster dieses Raumes waren groß, der Raum diente als Wachstube. Der Turm war mit Schieferplatten gedeckt. Das Geschoss darunter war der Aufenthaltsraum, er hatte kleine Fenster. Der Zugang zum Turm erfolgte durch diese mittlere Etage über eine Leiter. Den unteren Raum benutze man auch als Vorratsraum und Waffenkammer. Die Mauern selbst bestanden aus den sorgfältig in der üblichen römischen Technik der aus dem anstehenden Gestein zu Handquadern zurechtgeschlagenen Baumaterialien mit harter Vermörtelung. Es gibt Hinweise dafür, dass die Türme  ganz oder teilweise verputzt und sorgfältig mit Fugenstrich verziert waren. Die Wände und Gesimse der Fenster und Türen zeigen gelegentlich in sauberer Werksteintechnik ausgeführte Mauerarbeiten. Diese massiven Steintürme lösten allgemein die Wachtürme aus Holz ab und wurden seit der Mitte des 2. Jahrhunderts errichtet. Sie bestanden bis zur Aufgabe des Limes um 260 n. Chr.

Der Limes..zu Beginn bis Mitte des 20. Jh.s schon mal eine Palisadenrekonstruktion mit Wall und Graben gestanden.

Dies ist eine Übernahme des Textes und der Zeichnungen aus der Informationstafel am Römerturm Pulverberg. Mit freundlicher Genehmigung des Landesamt für Archäologische Denkmalpflege, Amt Koblenz, (Fotos KL Schmidt)

Der Verlauf des Limes im Westerwald (interaktive Karte)
Literatur und Links über den Limes und das Leben im "römischen Germanien"
Mehr zum Limeswanderweg und Radweg bis Römerturm Hillscheid, 
   auf der HP des Westerwald- Vereins Höhr- Grenzhausen.
Der Römerturm Hillscheid wird vorgestellt auf den Seite der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen.

Anmerkung: Die Palisadenrekonstruktion an diesem Wachtturm „Pulverberg“ wurde vor etwa 3-4 Jahren auf Initiative der Gemeinde Bendorf errichtet bzw. erneuert. Nach den Unterlagen des Landesamt für Archäologische Denkmalpflege, hat dort zu Beginn bis Mitte des 20. Jh.s schon mal eine Palisadenrekonstruktion mit Wall und Graben gestanden. Die neueste Palisadenrekonstruktion auf der Gemarkung Höhr-Grenzhausen hat das Landesamt für Archäologische Denkmalpflege im letzten Jahr am WP 1/60 zwischen der Landstraße (L 307) und der Autobahn (A 48) in Zusammenarbeit mit dem WW- Verein Höhr-Grenzhausen und der Arbeitsloseninitiative PAUL e.V. aufgestellt. 


Gesellschaft für Heimatkunde im Westerwald - Verein
letzte Bearbeitung: 02.04.17