Geschichte der GfH 1992 - 2002 
Zusammengestellt von Jürgen Reusch

1. Die Gründung 

Am 11. März fanden bereits seit längerem angedachte und diskutierte Vorstellungen über die Schaffung einer wissenschaftlich orientierten heimatkundlichen Institution im Westerwald mit der Gründung der Gesellschaft für Heimatkunde ihren Abschluß.An den Vorbereitungen waren neben anderen Wolfgang Gerz, Jochem Hellmig, Hermann Josef Hucke, Karl Kessler und Guido Feig maßgeblich beteiligt. Letzterer erstellte drei Satzungsentwürfe: die heimatkundliche Institution sollte entweder als unabhängiger Verein oder als Zweigverein des Westerwald-Vereins oder als Arbeitsgemeinschaft im Westerwald-Verein verfaßt sein. Gegen Widerstände entschloß sich die Mehrheit der zur Gründungsversammlung in Montabaur zusammengekommenen Heimatforscher für die dritte Möglichkeit. Die Arbeitsgemeinschaft im Westerwald-Verein erhielt die Bezeichnung: Gesellschaft für Heimatkunde - Arbeitsgemeinschaft im Westerwald-Verein. Organisatorisch wird sie durch den Vorstand des Westerwald-Vereins betreut, in den Zielen und in der Gestaltung ihrer Arbeit ist sie jedoch unabhängig. Unmittelbar nötige organisatorische Aufgaben der AG werden durch "Sprecher" wahrgenommen. Erste Sprecher wurden Karl Kessler, Jochem Hellmig, Dr. Markus Wild und Wolfgang Gerz, der die Öffentlichkeitsarbeit und die eigene Archivarbeit übernahm. Die Arbeitsgemeinschaft gab sich konkret folgende Aufgaben: Geschichte, Kultur und Denkmalpflege im Westerwald.
Organisation, Struktur und Aufgabenstellung der GfH sind der Seite 2 (Kopie aus der Zeitschrift "Der Westerwald", Heft 3/ 1992) zu entnehmen. In dieser Zeitschrift des Westerwald-Vereins wurde der GfH Raum für Berichte, Ankündigung von Vorhaben und für Veröffentlichungen zur Verfügung gestellt


2. Chronik der GfH

Das Jahr 1992

Der Gründung der GfH folgte eine Fülle von Gesprächen über die praktische Umsetzung der Aufgabenstellung. Die erste Veranstaltung der Gesellschaft am 31.10. d. J. war wegweisend für das Angehen einer der Hauptaufgaben: der historischen Landesaufnahme. Ein Vortrag von Professor Dr. Hildebrand vom Geographischen Institut der Universität Mainz sowie eine Exkursion im Hachenburger Stadtwald unter seiner Leitung legten in Theorie und Praxis Grundlagen für eine künftige historische Landesaufnahme. Prof. Dr. Hildebrand machte, zusammen mit seiner Frau Dr. Birgit Heuser-Hildebrand und seiner Mitarbeiterin Brigitte Kauder, die Teilnehmer der Exkursion auch mit dem Gedanken eines "Eco-" Museums bekannt, bei dem die Objekte der Landesaufnahme als "Exponate" dienen könnten.
Am 14. November 1992 führte Dr. Axel vom Berg vom Landesamt für Denkmalpflege Koblenz interessierte Mitarbeiter und Gäste der GfH zu vorgeschichtlichen und mittelalterlichen Bodendenkmälern am Bornkasten bei Nomborn sowie in dieser Ortschaft selbst.
Im Heft 2/ 1992 erschien der erste heimatgeschichtliche Beitrag.
Die schon seit drei Jahren bestehende ARGE Schienenverkehr gibt die Dokumentation: "Die Westerwaldquerbahn" heraus. Am 08. Mai d.J. schloß sich der heimatgeschichtliche Arbeitskreis Lasterbach (HAL) der GfH an.


nach oben Das Jahr 1993

Am 14.Januar 1993 stellte in Hachenburg Dr. Heinemann vom Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden die Bedeutung dieser Institution für die Heimatforschung heraus und gab praktische Hinweise zur Nutzung des Archivs. Im Nachgang zu dieser Veranstaltung gab die GfH eine Aufstellung aller für die Heimatarbeit einschlägigen Archive heraus. 

Bei der Versammlung der Mitarbeiter am 27. Februar in Hachenburg stand die Thematik "Kartierungen zur historischen Geographie" im Mittelpunkt. 
Der weiteren Vertiefung der Thematik sowie die Umsetzung in die praktische Durchführung der "historischen Landesaufnahme" galt eine Veranstaltung am 08.Mai. Dr. Markus Wild aus Daubach stellte einen "Objektkatalog" vor und schlug praktische Hinweise zur Inventarisierung mittels Karteikarten und Meßtischblättern vor.

Am 16. Oktober 1993 führte die GfH eine Exkursion zur Ausgrabungsstätte Altenburg bei Stein-Wingert durch, wo Grabungsleiter Dipl. Hist. Möller die Arbeiten und Ergebnisse erläuterte.
Mit einem Lichtbildervortrag von Mitarbeiter Volker Eckert aus Merkelbach über "Das letzte Gefecht des französischen Revolutionsgenerals Marceau", der 1796 bei Höchstenbach den Tod fand, beschloß die GfH das Veranstaltungsjahr 1993.
In den 4 Heften "Der Westerwald" des Jahrgangs 1993 erschienen außer den Programmankündigungen 10 Beiträge.
Dieter Trautmann ermittelte und dokumentierte die ersten Boden- und Kleindenkmäler in der Kroppacher Schweiz in erheblichem Umfang. 
Die ARGE Schienenverkehr arbeitet nach einem Beschluß des Hauptvorstandes des Westerwald-Vereins mit der GfH zusammen.
Im Juni d.J. gibt die ARGE ihre zweite Dokumentation heraus: "Die Ulmtalbahn" heraus.


Das Jahr 1994


Die Arbeitstagung am 25. Februar 1994 in Hachenburg hatte als wesentliches Ergebnis ein Regelwerk für die historische Landesaufnahme. Eigene Karteikarten für Boden- und Kleindenkmäler wurden einheitlich vorgegeben und beschafft, dazu Meßtischblätter. Die Objekte wurden in den Karten mit einem Kreuz vermerkt, dazu mit einem eine Nummer tragenden roten Aufkleber gekennzeichnet. Mit dieser Nummer war die Verbindung zur Karteikarte eindeutig hergestellt. Weitere Diskussionen galten der Inventarisierung, über die aber zunächst keine Einigung erzielt werden konnte.
Bereits im Januar hatte die Arge Schieneverkehr ihre Arbeitstagung durchgeführt und sich vorrangig mit der Einrichtung eines Archivs beschäftigt.
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Karl Kessler hielt in Großholbach und Puderbach gut besuchte Vorträge zum Thema "Brauchtum und Volksleben im Westerwald", vor.
Am 20. bzw. 29. März war die GfH in Ellar zu Gast. Walter Rudersdorf stellte zunächst seine Bild-Ton-Dokumentation "Exkursion in die Geschichte und Vorgeschichte rund um das Heidenhäuschen" vor. Dieser Demonstration ließ er neun Tage später eine Exkursion im Gelände folgen.
Ein Vortrag von Dr. Markus Wild am 22.Oktober galt der ehemaligen Stiftskirche "St. Severus" in Gemünden, wo er seine eigenen Ausgrabungsergebnisse vorstellte.
Die Arbeitstagung am 12. November 1994 hatte als Mittelpunkt einen Vortrag von Karl Kessler zum Thema "Vor- und Frühgeschichte des Westerwaldes".
Im Heft "Der Westerwald" erschienen außer den Tätigkeitsberichten und Ankündigungen drei
Beiträge.


Das Jahr 1995


Seinen Vortrag "Volksleben und Brauchtum" hielt Karl Kessler im Januar in Molsberg und im März in Altenkirchen.
Am 4. März und am 18. Oktober des Jahres führte Dieter Trautmann in zwei Exkursionen zu von ihm entdeckten Bodendenkmälern in der Kroppacher Schweiz. Eine weitere Exkursion galt dem Hessischen Hauptstaatsarchiv in Wiesbaden am 25. März. Am 19. März bot W. Rudersdorf seine Tonbildschau "Im Schatten der Burg Ellar" an, die sich dieses Mal mit der Besiedlungs- und Siedlungsgeschichte im genannten Raum befaßte.

Besondere Aktivitäten entfaltete die Arbeitgruppe Schienenverkehr. Neben einem Arbeitstreffen im Januar standen eine Fahrt mit der vom Kreis Altenkirchen betriebenen Bahnstrecke Betzdorf - Daaden ebenso an wie Aktivitäten hinsichtlich der Hessischen Ludwigsbahn. Die AG begann mit der Einrichtung ihres Archivs im Landschaftsmuseum Westerwald und leistete bedeutende Beiträge zu Dokumentationen über die "Stichbahn Stockhausen Beilstein" und "Auf den Spuren der Ulmtalbahn". Im Heft "Der Westerwald" erschienen zwei Beiträge von GfH-Mitarbeitern.


Das Jahr 1996


Karl Kessler eröffnete das Jahr mit seinem Vortrag "Volksleben und Brauchtum im Westerwald" in Oberhonnefeld.
Bei der Jahresmitarbeiterversammlung am 24. Februar in Mudenbach trug Markus Müller aus Nister über die "Bedeutung der kommunalen Quellen für die Heimatforschung" vor, wobei die Praxisnähe seiner Ausführungen besonders betont werden muß. Bei dieser Veranstaltung wurden erstmals die Inventarisierung von aufgenommener Bodendenkmäler auf Karteikarten und Meßtischblättern vorgestellt, fast ausschließlich Arbeitsergebnisse von Dieter Trautmann.
Bei der Neuwahl der Sprecher wurden Karl Kessler, Jochem Hellmig und Wolfgang Gerz wiedergewählt, neu gewählt wurden Jürgen Reusch, Ransbach-Baumbach, und Karl-Heinz Schäfer.
Am 30. März trug K. Kopp vom Verein für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung
in Nistertal-Erbach zum Thema "Eisenbahnen in Nassau" vor und zeigte dazu interessante Dias.
Eine Exkursion führte am 20. April zum "Römerlager von Siershahn" und zu Bodendenkmälern in der Gemarkung Hilgert (J.Reusch und Karl-Ludwig Schmidt).
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Eine Exkursion in den Hachenburger Stadtwald diente der Weiterbildung der Mitarbeiter im Erkennen von Bodendenkmälern. Professor Dr. Hildebrandt und Karl Kessler gestalteten diese Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Forstamt Hachenburg,
Im September des Jahres wirkte die GfH an Vorbereitung und Durchführung eine Symposiums
"Krieg im Westerwald vor 200 Jahren" mit, das die Folgen der Revolutionskriege für die Bevölkerung des Westerwaldes zum Inhalt hatte. Auch die ergänzende Kleinausstellung im Landschaftsmuseum wurde weitgehend von der GfH konzipiert.
Eine Exkursion am 27.Oktober galt "Offenen Kirchen im Westerwald". Objekte waren die evan-gelischen Kirchen in Bad Marienberg und Daaden, sowie der Betsaal im Rathaus von Rehe. Dabei engagierten sich Karl Kessler und Jochem Hellmig in besondrere Weise. 
Ein erster Besuch des Museums der Archäologie der Steinzeit in Neuwied mit der Führung durch
Hannelore Bosinski galt den "Steinzeitjägern am Rhein". Damit schloß am 16. November das Veranstaltungsjahr der GfH. Im Heft "Der Westerwald" erschienen zwei Artikel.


Das Jahr 1997

Die Jahresmitarbeiterversammlung 1997 fand am 25. Januar im Landschaftsmuseum Westerwald in Hachenburg statt. Der Leiter des Landesdenkmalamtes, Abt. Archäologie, Amt Koblenz, Dr.Helmut Wegner, sprach zum Thema "Wie kann die Arbeit der Denkmalpflegebehörden durch heimatkundlich tätige Gruppen oder Vereine unterstützt werden?". Neben den Forderungen, die er dazu stellte, bot er seine Unterstützung der Arbeit der GfH an. Ihm und dem Leiter der Forstdirektion Koblenz, Dr.Paul Hütte(+), wurden die ersten Kartenausschnitte und Listen mit Boden- und Kleindenkmälern zur Verwertung überreicht. 506 Boden- und Kleindenkmäler waren zum 1.Januar d.J. inventarisiert.
Bei einer Exkursion nach Bad Marienberg stellte Archivar und GfH-Sprecher Karl-Heinz Schäfer das vom Mitarbeiter der GfH Fritz-Walter Müller aus Nister eingerichtete Verbandsgemeindearchiv vor. Ein Referat zum Thema "Wasserwirtschaftsanlagen im Raum Bad Marienberg" von Rafael Töpfer beschloß den Tag.
Am 26. April führte eine Exkursion unter Leitung von Herrn Gelbhaar im Raum Mengerskirchen "auf die Spuren der Kelten." Es folgte eine Exkursion des Heimatvereins Haiderbach zu Bodendenkmälern auf der Haiderbach (Kirchspiel Breitenau) unter Führung von GfH-Mitarbeiter Jürgen Reusch. 
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Im April stellte die ARGE Schienenverkehr in Daaden die Chronik der Daadetalbahn vor und zeigte eine nicht nur örtlich vielbeachtete Fotoausstellung über diese Regionalbahn.
Am 28. Mai trug Jochem Hellmig in Wallmerod zum Thema "Nicht gebaute Eisenbahnen im Westerwald" vor. Vorausgegangen wa seitens der ARGE Schienenverkehr eine Teilbegehung der Trasse der ehemaligen Kleinbahnstrecke Selters-Hachenburg. 
Am 21. Juni galt eine Exkursion der Gedenkstätte Mönchberg in Hadamar. Herr Hecker aus Frickhofen stellte den erschütterten Teilnehmern Hintergründe, Abläufe und Örtlichkeiten der "Euthanasie"-Morde vor.
Über den "Postraub in der Hermolder trug von Jürgen Reusch am 15. Oktober in Großholbach vor
Wie schon im Vorjahr beschloß ein weiterer Besuch bei den "Steinzeitjägern" vom Rhein im Museum der Archäologie der Steinzeit das Veranstaltungsjahr der GfH.  Zwei Beiträge von Mitarbeitern der GfH wurden im "Westerwald" abgedruckt.


Das Jahr 1998

Die Mitarbeiterversammlung hatte die Flurnamenarbeit zum Thema. Frau Rita Heuser vom germanistischen Institut der Universität Mainz hielt einen wegen seiner Praxisnähe viel beachteten Vortrag. Einige Mitarbeiter standen noch längere Zeit mit der Referentin in Verbindung. 
Am 21.März erfolgte eine Exkursion zum Stadtarchiv Montabaur und zum Archiv der gleichnamigen Verbandsgemenide. Günter Henkel und Sabine Hübner gaben interessante Einblicke in die Bestände und in die Führung der Archive.
Weitere Exkursionen wurden vorgenommen am 28.03 durch die Arge Schienenverkehr zu Eisenbahnanlagen in Siershahn, wo auch das Tonbergbaumuseum besucht wurde; ferner am 18. April zur Seeburg am Dreifelder Weiher und der Wüstung Mertingen. Die Zahl der Interessenten betrug hier über 200: ein beachtlicher Erfolg, doch litt die Führung unter dieser übergroßen Zahl von Teilnehmern. "Vulkanismus und Mineralogie im Westerwald" hatte die Exkursion unter Leitung von E. Klein am 06. Juni im Raum Bad Marienberg/ Hachenburg zum Inhalt. Am 14. November 
stellte anläßlich der letzten Exkursion des Jahres Dr. Matthias Kloft aus Frankfurt ausgewählte
katholische Kirchen im Raum Hadamar vor.

nach oben Vorträge hielten am 13. Mai in Westerburg GfH-Mitarbeiter Karl Greif über "Balzar von Flammersfeld", der durch die Dichte der Quellen überzeugte, ferner GfH-Mitarbeiter Jürgen Reusch über den "Überfall der Neuwieder Bande in Breitenau 1800" am 18. November.
In Verbindung mit dem Verein "Schützt Eure Natur" (SEN) in Rothenbach, konnte auch der Grenzsteinskandal von 1992 abgeschlossen werden. Bis auf einen total zerstörten Stein konnten die
übrigen instandgesetzt und am alten Standort wieder aufgestellt werden. SEN dokumentierte im übrigen alle Grenzsteine in der Gemarkung und brachte sogar einen in einem privaten Garten aufgefundenen Stein dieser Reihe wieder an seinen Standort. SEN übergab der GfH eine Dokumentation mit Karte und Liste der Steine. Mit einem Schreiben an Herrn Klemens Schmidt, der die Zerstörung seinerzeit gemeldet hatte, schloß die GfH die Angelegenheit ab.
Am 12. Mai hatte die GfH auf Initiative des Leiters des Landesdenkmalamtes Koblenz, Dr. Helmut Wegner; Gelegenheit, sich beim Tag der Denkmalpflege 1998 in Kaiserslautern vorzustellen. Sie ist seither in der Broschüre des Landesamts für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz in Mainz verzeichnet. Die GfH nutzte auch die Museumstage des Landschaftsmuseums Westerwald in Hachenburg, um bei den Besuchern für ihre Anliegen zu werden. In den Heften "Der Westerwald" erschienen drei Beiträge


Das Jahr 1999


Im Mittelpunkt der Jahresmitarbeiterversammlung am 23.Januar in Hachenburg stand die Familienforschung. Mitarbeiter Wilfried Göbler aus Rückeroth führte in die Materie ein, wobei er
betonte, dass die verfügbare Vortragszeit nur einen ersten Einstieg zulasse. Er warb um Interessenten für einen eigenen Arbeitskreis für dieses Gebiet.
Am 30. Januar hielt Karl Kessler in Rennerod seinen Vortrag "Westerwald und Westerwälder im Jahrhundert der Ersterwähnung", den er am 6. März in Probbach wiederholte. Weitere Vorträge erfolgten durch GfH-Mitarbeiter Jürgen Reusch am 17. März in Daaden zum Thema "Der Überfall der Neuwieder Bande in Daaden" und am 3. November in Wallmerod zum Thema "Räuberzeit im Westerwald am Anfang des 19.Jahrhunderts", sowie durch GfH-Mitarbeiter und Leiter der ARGE Schienenverkehr, Jochem Hellmig, zum Thema "Nicht gebaute Eisenbahnen im Westerwald" am 19. Mai in Rennerod. Die ARGE gibt als zweite Dokumentation über "Die Hellerbahn - eine Bahn im Wandel der Zeit" heraus.
Exkursionen hatten am 27. Februar und am 10.Juli das Fürstlich Wiedische Archiv in Neuwied zum Ziel. Am 13. März führte eine Exkursion der ARGE Schienenverkehr nach Mosbach, wo die Fa. Kälbli und Gmeiner besichtigt wurde. Am 18. Oktober führte GfH-Mitarbeiter Dieter Trautmann über den Museumsweg des "Museums in der Landschaft Kroppacher Schweiz"; der im Zusammenwirken mit Forstamt Hachenburg und Verbandsgemeinde Hachenburg eingerichtet und am 1.Juni dem Verbandsbürgermeister Peter Klöckner vorgestellt worden war.


Das Jahr 2000

Die Jahresmitgliederversammlung am 29. Januar fand im Sitzungssaal der Verbandsgemeindeverwaltung Hachenburg statt und hatte das Thema Heraldik zum Mittelpunkt. Dr. Hausmann vom Landeshauptarchiv Koblenz stellte in einen Vortag Vorschriften und Genehmigungsverfahren für Wappen und Flaggen vor, Schwerpunkt waren die Ortswappen. 
nach oben Am 26. Februar war die GfH Gast und Mitgestalter einer Veranstaltung des Kreisarchivs Altenkirchen, bei der Professor Dr. Gerhard Augst von der Universität Siegen die Erstellung von Mundartwörterbüchern für den Raum um Altenkirchen anregte und durch praktische Vorgaben präzisierte.
Wilfried Göbler und Jürgen Reusch stellten bei einer Exkursion am 25. März Boden- und Kleindenkmäler im Raum Rückeroth/ Maxsain vor. Weitere Exkursionen hatten am 27. Mai die barocke Fürstenstadt Hadamar (Organisation GfH-Sprecher Karl-Heinz Schäfer) und am 7. Oktober das Ton- und Bergbaumuseum Siershahn zum Ziel. Ein Besuch im Hessischen Hauptstaatsarchiv mit einer Einweisung durch Dr. Heinemann beendete am 9. Dezember die Aktivitäten des Jahres.
Karl Kessler konnte zu seiner Exkursion am 6. November am Malberg über 70 Interessenten, darunter vielen junge Familien mit Kindern, dazu auch den Vorsitzenden des Westerwald-Vereins, Landrat Peter Paul Weinert, begrüßen. Im Verlauf der Exkursion verstand es Kessler, auch die Kinder besonders zu begeistern. 
Am 12. April präsentierte Jürgen Reusch in einem Dia-Vortrag "Historische Grenzsteine im Westerwald" beim Arbeitskreis "Heimat und Brauchtum" Montabaur, den auch der Vorsitzende des Westerwald-Vereins, Landrat Peter Paul Weinert hörte. Einen Vortrag über die "Krugbäcker auf der Haiderbach" von Jürgen Reusch folgte am 28. März in Breitenau. Am 11. November hielt Manfred Lorenz in Rennerod einen anschaulich präsentierten Vortrag über die "Geschichte der Post im Westerwald".
Dem besonderem Engagement von GfH-Mitarbeiter Karl-Ludwig Schmidt aus Hilgert verdankt es die GfH, daß sie ab Sommer 2000 ihre eigene Website im Internet hat (www.gfh-westerwald.de) Diese wird von verschiedenen Seiten mit Lob und Anerkennung bedacht. In den Heften "Der Westerwald" erschien ein Beitrag.


Das Jahr 2001


Die Jahresmitgliederversammlung fand am 13. Januar in Enspel statt. Eyke Michael aus Koblenz präsentierte seine beeindruckende Tonbildschau "Vulkane im Westerwald". Bei der Neuwahl der Sprecher wurden Karl Kessler, Jochem Hellmig, Karl-Heinz Schäfer und Jürgen Reusch als Sprecher bestätigt. Für Wolfgang Gerz, der aus gesundheitlichen Gründen auf eine Wiederwahl verzichtet hatte, wurde die neue Leiterin des Landschaftsmuseums Westerwald, Frau Dr. Juliana Köhler als Sprecherin gewählt.
Exkursionen und Vorträge erfolgten zumeist im Zusammenwirken mit örtlichen Heimatvereinen oder Zweigverereinen des Westerwald-Vereins. Am 24. März erläuterte Karl Kessler bei einer Exkursion in den Stadtwald von Bad Marienberg eine Fülle von Boden- und Kleindenkmälern. Jürgen Reusch stellte am 31. März Bodendenkmäler in Höhr-Grenzhausen und am 7. Juni in Ransbach-Baumbach vor. 
Karl Kessler sprach am 21. März in Niederahr zum Thema " Mundartlandschaft Westerwald" vor einer von Hermann- Josef Hucke, Daubach, und Werner Greif, Elgendorf initiierten Gruppe von Mundartfreunden. Jürgen Reusch hielt Vorträge am 21. November in Breitenau und am 28. November in Wallmerod zum Thema "Historische Grenzsteine im Westerwald".
Mit dem Zweigverein Bad Marienberg veranstaltete die GfH nochmals die Tonbildschau von Eyke Michael (vgl. Jahresmitarbeiterversammlung) sowie den Vortrag von Antonius Kunz über das Westerwälder Rind.
Die Arbeit am Mundartwörterbuch für den Bereich der Verbandsgemeinde Hachenburg wurden fortgesetzt.
nach oben Besonderen Erfolg hatte die von der ARGE Schienenverkehr im Landschaftsmuseum Westerwald in Hachenburg entscheidend mitgestaltete Ausstellung "Eisenbahnen im Westerwald." Das Besucherinteresse war so groß, dass die Ausstellung verlängert werden mußte.
Seit dem 8. Februar hat sich ein "Arbeitskreis Regionalgeschichte" für den Hachenburger Raum gebildet, der einschlägig Interessierten zu geschichtlichen bzw. volkskundlichen Exkursionen und 
Vorträgen einlädt. Der mit wenig organisatorischem Aufwand betriebene Arbeitskreis bietet am Ende jedes Vorhabens eine heimatkundliche Diskussionsrunde. Angestrebt wird ein Treffen im
Monat. In den Heften "Der Westerwald" erschienen zwei Beiträge.



3. Projekte der GfH

Als Daueraufgabe steht die Historische Landesaufnahme im Zentrum der Arbeit der GfH. Insgesamt sind zur Zeit über 800 Boden- und Kleindenkmäler inventarisiert, weiter rd. 200 sind bekannt, aber noch nicht formal aufgenommen. Zur Zeit befindet sich die Kartierung im Umbruch, da die Fülle der Objekte dazu führte, dass zwischen Boden- und Kleindenkmälern unterschieden werden muß.

Das Museum in der Landschaft "Kroppacher Schweiz", ein Museumsweg im Tal der Nister, präsentiert 25 historische Zeugen des Lebens und Wirkens der Bevölkerung der Kroppacher Schweiz. Ein Museumsführer sowie Schilder "vor Ort" erläutern u.a. Spuren von Land- und Forstwirtschaft, Bergbau, Verkehr und früher Besiedlung. Die Trägerschaft liegt bei der Verbandsgemeinde Hachenburg, die GfH überwacht den Zustand des Museumsweges und strebt eine Erweiterung bzw. Verdichtung an.
Das Museum in der Landschaft wurde im Rahmen der WW Agenda 21 in die Sammlung der "Lehrpfade im Westerwaldkreis" aufgenommen. Im Umwelt-Report 2001/ 2002 für den Wirtschaftsraum Mittelrhein wird das Museum als beispielhaft bezeichnet.

Seit 2000 bzw. 2002 werden Mundartwörterbücher für die Bereiche der Verbandsgemeinden Bad Marienberg und Hachenburg erarbeitet. Wissenschaftlicher Begleiter der Aktivität ist der Germanist Professor Dr. Augst von der Universität Siegen - Gesamthochschule Siegen. 
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Gesellschaft für Heimatkunde im Westerwald - Verein 
letzte Bearbeitung: 20.03.02