Arbeitsgemeinschaft:
Dokumentation von Boden- und Kleindenkmälern
Was sind Boden- u. Kleindenkmäler ?
Die Suche, Aufnahme und Kartierung 
Die Daten werden gesammelt
Beispiel: Bodendenkmal
Beispiel: Grenzsteine
Ausdruck: Karteikarten

Beispiel : Bodendenkmal

Erlenhof in Ransbach Nachfolgend zwei Beispiele für ein Bodendenkmal, bei dem das Objekt im Gelände seine Erklärung anhand einer alten Karte in idealer Weise findet.  Sie zeigt die Gemarkung von Ransbach und den Erlenhof mit Norden unten und Süden oben.

Die Karte stammt aus dem Ende des 18 Jh. und wird mit Einverständnis des Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden hier abgebildet.
Gebück: 
Im linken oberen Teil dieser Karte ist das Isenburger Gebück abgebildetes, (vergrößerter Ausschnitt) Es sicherte im Mittelalter die Grenze zwischen Kurtrier und der Grafschaft Isenburg-Grenzau. gboderl.jpg (11360 bytes)
Auf dem Foto unten sind noch deutlich erkennbar Graben und Wall, auf dem früher eine Hecke aus heruntergebogenen („gebückten") und miteinander verflochtenen Hainbuchen gebeugten die Sperrwirkung verstärkte. 
Das die Grenzziehung noch heute aktuell ist, zeigt der Grenzstein ganz links. Hier verläuft die Gemeindegrenze zwischen Ransbach-Baumbach und Ebernhahn. Solche Ausprägungen haben Gebücke nur noch unter Wald.ehem. Gebück
Fotos: Jürgen Reusch 
Viehtrift:
Sie zeigt den Weg, auf dem das Vieh von Erlenhof in die damals übliche Waldweide, hier die Flur das „Rohr", getrieben wurde. Dabei galt es, sowohl die Äcker vor dem Vieh zu schützen, wie auch dessen Ausbrechen im Wald zu verhindern
 


Auf den beiden Fotos (unten) sind noch zu erkennen Graben und Wall einer Seite der Viehtrift, der andere fiel wohl einem Waldweg zum Opfer. 
Viehtrift

Meist sind Bodendenkmäler, überwiegend nur noch unter Wald anzutreffen, am besten erkennbar, wenn sie nicht von Belaubung, Bäumen und Gesträuch sowie Graswuchs verdeckt werden. 
Die Nachsuche ist daher oft nur im Winter und im Frühjahr ergiebig. Eine dünne Schneedecke läßt Bodenkonturen besonders deutlich heraustreten.

Beispiel: Grenzsteine ghandwei.gif (83 bytes)

Gesellschaft für Heimatkunde im Westerwald - Verein
letzte Bearbeitung: 18.09.12