Arbeitsgemeinschaft:
Dokumentation von Boden- und Kleindenkmälern
Was sind Boden- u. Kleindenkmäler ?
Die Suche, Aufnahme und Kartierung 
Die Daten werden gesammelt
Beispiel: Bodendenkmal
Beispiel: Grenzsteine
Ausdruck: Karteikarten

Beispiel: Grenzsteine 

Die Abgrenzung eines Bereichs zur ausschließlichen eigenen Nutzung ist Allgemeingut von Mensch und Tier.  Beim Menschen folgte der Grenzstein natürlichen Grenzmarkierungen wie Bächen, Waldrändern oder Bergkuppen und von Menschenhand angelegten wie Grenzwällen, -graben, Gebücken usw. Grenzsteine legten und legen z.T. noch Grenzen, in der Regel unter Übereinstimmung mit den Nachbarn, fest: Grenzen zwischen Territorien, Gemeinden, Gemarkungen (Wäldem), privatem Grundeigentum. 
Neben Grenzsteinen gehören auch Sühnesteine, Gedenksteine, Vermessungs- und Straßensteine zur den Kleindenkmälern. 
 
gbodkizz.jpg (13497 bytes) gbodst1.jpg (5131 bytes)Das Beispiel zeigt eine Skizze vom Verlauf einer Territorialgrenze westlich des Forsthauses Landshube bei Baumbach. (gelbe Markierung )
Die noch vorhandenen Grenzsteine sind eingezeichnet (rot) . Sie markierten die Grenze zwischen Kurtrier und der Grafschaft Wied bis 1803, also eine Territorialgrenze. Mit Errichtung des Herzogtums Nassau im Jahre 1806 grenzten neue Steine das Herzogtum Nassau von der Standesherrschaft der Fürsten zu Wied - Neuwied ab, kennzeichneten also nicht mehr eine Landesgrenze. 
Der hier gezeigte Stein enthält auf einer Seite die Inschrift „H N" (= Herzogtum Nassau), „73" (laufende Nummer des Steins) und „1821" (Jahr der Steinsetzung). 

Grenzstein - Inschriften im Westerwald:
Die Aufsplitterung des Westerwälder Territoriums in viele kleine Landes- und Grundherrschaften wird auch durch die Fülle der verschiedenen Grenzsteine dokumentiert. Oft erscheinen Jahr der Setzung und die laufende Nummer.
Für die Abgrenzungen von Territorien :
CT = Kurfürstentum Trier 
HN = Herzogtum Nassau 
GW = Grafschaft Wied 
NO = Nassau-Oranien 
SH = Grafschaft Sayn- Hachenburg 
KP = Königreich Preußen
(1830)
NW = Wied- Neuwied
Geistliche Grundherrschaften / Kirchlicher Grundbesitz 
AA = Abtei Amstein 
AR = Abtei Rommersdorf 
MS = Abtei Marienstatt (mit Abtstab)
 
KW = Kirchenwald 
SGKW = Kirchenwald St.Georg Breitenau
Ortschaften (oft in Verbindung mit landesherrlichen Stein) 
GV = Gemeinde Vallendar
 
WB = Weitersburg  (trier. ca. 1753)
Z = Zimmerschied
Vergl auch: Grenzsteine- Zeugen der heimatlichen Territorialgeschichte, "Der Westerwald" 1996-1 von Jürgen Reusch 

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1) Grenzstein zwischen Kurtrier u.Sayn - Hachenburg mit der Nr.41
2) Leyenscher Grenzstein von 1726
3) Grenzstein der Abtei Amstein,  
4) Nassauischer Vermessungsstein II.Ordnung 
5) Nassauischer Vermessungsstein III.Ordnung.
Einige Beispiele historischer Grenzsteine.

Gesellschaft für Heimatkunde im Westerwald - Verein
letzte Bearbeitung: 18.09.12