„Wäller Dorfmusikanten“

„Auf dann, spillt noch ännen!“ 
Das lassen sich die Wäller Dorfmusikanten nicht gerne zweimal sagen.
Was für sie zählt, ist die Freude am schwungvollen Musizieren und stimmungsvollen Singen, der große Spaß an handgemachter, spontaner, lebendiger Musik, - in der guten Stube, auf der Bank vor’m Haus, bei Festen in Westerwälder Dörfern und Wirtshäusern, bei Geburtstagen und Hochzeiten, bei Musikantentreffen und in froher Runde bei guten Freunden auf alpenländischen Berghütten.
Dabei spielt die Überlieferung eine tragende Rolle in der Familie der Dorfmusikanten. In der Fortführung der musikalischen Tradition vereint sie gemeinsames Fröhlichsein, aber auch Wehmut, ganz besonders jedoch Freude am Klingen lassen und Zuhören bei anderen Musikanten, Zuhören mit Kopf und mit Herz. 
In Steinebach an der Wied an der Westerwälder Seenplatte wurden und werden so das Liedgut und die Art des Musizierens von Generation zu Generation weitergegeben. In bleibender Erinnerung sind dabei viele Musikanten, die leider nicht mehr unter uns weilen, allen voran Karl Orthey, genannt „ Kallpadden“, ein Steinebacher Original, Maurer, Landwirt, Trompeter, Geigenspieler, Geigenlehrer und Dirigent beider Dorfchöre.


Die am häufigsten verwendeten Musikinstrumente waren und sind die Ziehharmonik, im Volksmund auch „Knutsch“ genannt, das Akkordeon oder „Schifferklavier“, die Gitarre, das Bariton und das Schlagzeug. Geige und Zither waren oft mit von der Partie. Die Steirische Harmonika ist das neue „Kultinstrument“ bei Jung und Alt geworden. So ist neben Walzern und Polkas auch der eine oder andere „Boarische“ zu hören.
Die lustigen jungen Burschen der Wäller Dorfmusikanten sind Markus Benner, Christian Hachenberg und Max Kolb. Sie werden verstärkt durch Christians Vater Gerhard.
Liesel Hachenberg, die als Mädchen das Geigenspielen beim „Kallpadden“ gelernt hatte und auch Günter Reinhardt, der mit seiner Harmonika immer noch gerne mit von der Partie ist, ließen sich überzeugen, an den Aufnahmen für eine CD in Josef Fergers Tonstudio SUPERNOVA in Hachenburg mitzuwirken.
Im Wechsel sind lustige und launige Stücke, Schmissiges und Schmelziges, tieftraurige und todernste Lieder, vokal und instrumental vorgetragen, zu hören. In dem ganz und gar herzzerreißenden Lied vom “Mädel so schön wie ein Engel“ sind zum Beispiel innerhalb dreier kurzer Strophen sage und schreibe zwei Todesfälle zu verzeichnen, starker Tobak musikalisch- dramatischer Art. Besser dran sind da doch die „Drei lust’gen Brüder“, die ihre Probleme infolge ausschweifender außerehelicher Beziehungen zu einer einzelnen jungen Frau gerade noch einigermaßen „kavaliersmäßig“ gelöst bekommen. Und dann ist da auch noch „Dä klääne Wasserfluh“......
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"Durch´s Wiedbachtal" hieß es im August 2007: 
Mit der gleichnamigen Eigenkomposition von Christian Hachenberg waren die Wäller Dorfmusikanten  zu Gast im SWR- Fernsehen. Annette Dany (Bildmitte) lud ein zur  "SonntagsTour" rund um die Westerwälder Seenplatte“.
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Jetzt aber genug der Worte. Freunde der Wäller Dorfmusikanten, legt endlich eure CD auf, hört zu, singt mit, spielt nach !! 

Die „Spillmänner“ bei den Wäller Dorfmusikanten
Markus Benner Schlagzeug, Teufelsgeige 
Christian Hachenberg Akkordeon, Steirische Harmonika, Klavier, Gesang
Max Kolb Bariton, Steirische Harmonika
Gerhard Hachenberg Gitarre, Steirische Harmonika, Gesang

Die „Verstärkung“ für die CD
Liesel Hachenberg Geige
Günter Reinhardt Harmonika, Gesang


Gesellschaft für Heimatkunde im Westerwald - Verein
letzte Bearbeitung: 26.12.07